Die besten Öle für die Gesundheit

Lange galten Fette und Öle als gesundheitsschädlich, weil sie angeblich Übergewicht begünstigen. Dies ist allerdings widerlegt worden und dir steht nun eine Bandbreite an wunderbaren Ölen zur Verfügung. Welche die besten Öle für die Gesundheit sind kannst du hier in dieser kurzen Übersicht herausfinden.

Die besten Öle
Olivenöl ist ein Standardöl und sollte immer im der Küche zu finden sein, Foto: stevepb, über: Pixabay

Dabei ist der Fokus auf die Fettsäuren gelegt. Diese geben an, ob die Öle zum Beispiel entzündungsfördernd sind oder nicht. Diese Auswahl hier soll dir ein wenig mehr Möglichkeiten in der Küche bieten.

Probiere also am besten aus, welche der Öle in Zukunft einen festen Platz in deiner Küche hat und welche dir am besten schmecken.

In der Übersicht wird auch zwischen gesättigte Fette und ungesättigte Fette unterschieden: Ungesättigte Fette sind vor allem in tierischen Fetten enthalten und wirken sich negativ auf die Gesundheit aus. So können diese z.B. Entzündungen begünstigen.

Anders ist dies bei pflanzlichen Fetten, die hier betrachtet werden und von denen nur wenige einen zu hohen Anteil an gesättigten Fetten haben. Richtig angewandt kannst du die Öle also auch als Medizin ansehen, die deine Gesundheit unterstützen!

Anmerkung: Sehr viele Öle werden nicht erwähnt, weil diese eventuell „ungesund“ sind, sondern weil die Bandbreite an Ölen zu groß für einen kleinen Überblick ist. Zu dem bekannten Kokosöl lässt sich hier auch nur sagen, dass es viele Kontroversen über dessen gesundheitliche Auswirkung gibt. Nach der Selektion in diesem Beitrag würde Kokosöl aufgrund der hohen Menge an gesättigten Fettsäuren vor allem bei Entzündungen schädlich sein und sollte wenig verwendet werden. Aber diesbezüglich sollte sich jeder seine eigene Meinung bilden können. Wenn du mehr über Öle erfahren willst, dann klicke weiter unten auf den Link.

Schwarzkümmelöl: Der heimliche Star

Den Auftakt unserer Öle macht eins, welches die wenigsten benutzen oder zu schätzen wissen. Daher wird dem Schwarzkümmelöl ein wenig mehr extra Text gewidmet.

Das Öl schmeckt stark aromatisch bitter oder scharf. Die allermeisten kenne es vom Türkischen Fladenbrot, welches mit Sesam und Schwarzkümmelsamen bestreut wird und als Tasche für den leckeren Döner dahält.

Dabei ist Schwarzkümmel keine Erfindung für den Döner. Eingesetzt wird es schon seit der Antike gegen

  • Asthma, Bronchitis, Erkältungen
  • Blähungen
  • Diabetes
  • Rheuma
  • Ekzemen
  • Verdauungsbeschwerden
  • Kopfschmerzen
  • inneren und äußeren Entzündungen
  • Neurodermitis

Weshalb das Öl so vielseitig einsetzbar ist, liegt selbstverständlich an der Vielzahl an Inhaltsstoffen, die das Immunsystem, die Organe und sogar das zentrale Nervensystem beeinflussen. Mittlerweile weiß man, dass Schwarzkümmel die Aktivität der sogenannten Fresszellen simuliert, die Eindringlinge von Außen zerstört, die ansonsten ihren Weg in deinen Körper finden würden.

Als würde das alleine nicht reichen, kann bei einer regelmäßigen Einnahme von Schwarzkümmelöl Schmerzlinderungen bemerkt werden, wie sie beispielsweise in den Gelenken vorkommen.

Schwarzkümmelöl für die äußere Anwendung

Abgesehen von einem gesunden Innenleben kannst du Schwarzkümmelöl auch äußerlich anwenden. Durch seinen hohen Gehalt an Linolsäure stärkt Schwarzkümmelöl die Barrierefunktion der Haut, wirkt anti-entzündlich und wirkt sich so positiv bei Neurodermitis aus.

Doch auch, wer an keinen Ekzemen leidet, darf bei der Schönheitspflege gerne zu diesem wunderbaren Öl greifen. Vor allem Menschen, die an sehr trockener Haut und Haaren leiden sollten gerne auf die noch feuchte Haut/Haare einige Tropfen des Öls verteilen.

Wie schafft Schwarzkümmelöl das alles?

Schwarzkümmelöl besteht zu größtem Teil aus ungesättigten Fettsäuren und hat einen hohen Anteil an Linolsäure. Dies ist ein Stoff, die der Körper dringend für Stoffwechselprozesse braucht oder auch, um den Cholesterinhaushalt regulieren zu können. Linolsäure ist wichtig, um der äußeren Hautschicht als Barriere zu dienen.

Da das Öl auch wertvolle anti-entzündliche und reizlindernde Eigenschaften besitzt, werden auch Entzündungsprozesse sowohl innerhalb als auch außerhalb des Körpers gestoppt und Schmerzen gelindert.

Wer von den gesundheitlichen Eigenschaften profitieren will, kann täglich 1-2 TL Schwarzkümmel seiner Ernährungstherapie zufügen.

Olivenöl: Der Klassiker

Olivenöl gehört zur Grundausstattung in der Küche! Wenn es bei dir fehlt, dann hole dies schnell nach. Nicht nur gesundheitlich punktet es mit seinen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren. Die gesättigten Fettsäuren und der Omega-6 Gehalt gehen bei den ungesättigten Fettsäuren unter. Wer gesundheitlich von den Wirkstoffen profitieren will, sollte täglich mindestens 2 EL konsumieren.

Auch geschmacklich bietet es puren Genuss. So schmeckt es bitter, fruchtig oder auch scharf. Achte aber auf die Qualität! Nicht immer muss ein gutes Olivenöl teuer sein. Gerade bei Olivenöl wird viel gestreckt, unabhängig vom Preis. Wenn du dich mehr über qualitativ gutes Olivenöl zu einem Preis informiere willst, dann schau auf die Seite der Stiftung Warentest.

Passt zu: Salaten, kalte Speisen, zum Kochen (bei geringer Hitze), zu Feta, Rohkost

Rapsöl: Geld und nussig

Rapsöl schmeckt besonders nussig und hat einen intensiven Geschmack. Da er auch in Deutschland produziert wird, ist es sogar möglich regionale Ware zu bekommen. Auch kaltgepresst verliert es nur wenige gute Nährstoffe.

Rapsöl kann sehr gut zum Braten verwendet werden, da es beim Erhitzen vergleichsweise nicht viele Nährstoffe verliert.

Passt zu: Salaten, Kohl, gut zum Braten und Kochen

Achtung: Raffinierte Öle werden oft zum Braten benutzt. Diese haben aber weniger günstige Fettsäuren und weniger Aroma. Kaltgepresste Öle haben die meisten guten Omega-3 Fettsäuren. Erhitze diese nicht, sonst verlieren sie diese guten Eigenschaften.

Leinöl: „Das“ Öl gegen Entzündungen

Das allerbeste Öl für alle, die bereits an Entzündungen leiden. Kein anderes Öl hat so viele Omega-3 Fettsäuren und sollte täglich konsumiert werden. Leinöl hat einen intensiven Geschmack und passt zu fast allem, außer Fleisch und Fisch. Der Geschmack ist sehr intensiv und nicht Jedermanns Sache, Rühre ihn daher gerne in Magerquark oder Joghurt ein.

Wenn du an Rheuma oder anderen Entzündungen leidest, dann nehme täglich 1-2 EL Leinöl zu dir.

Passt zu: Gemüse, Kartoffeln, Quark, Joghurt, Kräuter

Sonnenblumenöl: Auch gut, aber…

Sonnenblumenöl ist in vielen Haushalten zu finden und wird gerne zum Braten benutzt. Da der Geschmack ziemlich neutral ist, wird es auch gerne verwendet, um Kräuter, Knoblauch, Chili etc. einzulegen. So nimmt das Öl nach einer Weile den Geschmack der zugefügten Kräuter etc. an.

Gesundheitlich ist es aber nicht zu empfehlen. Sonnenblumenöl gehört zu den Ölen, die die meisten gesättigten Omega-6 Öle und ist entzündungsfördernd. Wer bereits an Entzündungen leidet tut sich mit dem Verzehr keinen Gefallen. Auch geschmacklich ist es nicht wirklich ein Erlebnis.

Solltest du hingegen nicht auf deine Gesundheit achten müssen (weil du an keinen entsprechenden Krankheiten leidest), dann ist eine moderate Menge an dem Öl in Ordnung. Omega-6 Fettsäuren sind nämlich auch wichtig für das Immunsystem und für die Wundheilung.

Passt zu: Gut zum Braten und Frittieren, zum Einlegen von Kräutern, Knoblauch, Chili etc.

Distelöl: Eher unbekannt

Distelöl wird weniger benutzt und ist nicht so bekannt. Dass ist aber auch gut so. Neben Sonnenblumenöl hat Distelöl die meisten gesättigten Omega-6 Fettsäuren und ist ebenso wenig bei Entzündungen zu empfehlen.

Passt zu: Zum Braten und Frittieren

Erdnussöl: Es schäumt so schön…

Erdnussöl ist sehr hitzebeständig und sehr gut zum Braten geeignet. Es hat einen intensiven nussigen Geschmack und ein ausgewogenes Verhältnis von gesättigten und ungesättigten Fettsäuren. Für die Kalte Küche reichen bereits wenige Tropfen Öl aus, um dem ganzen Gericht einen intensiven Geschmack zu verleihen.

Passt zu: Asiatischen Gerichten, Kalte Küche, zum Braten und Frittieren (es schäumt beim Erhitzen auf! Pass also auf, dass du nicht zu viel Öl verwendest)

Walnussöl: Einfach lecker!

Walnussöl hat einen wunderbaren Eigengeschmack und sollte öfters in der Küche benutzt werden. Es besteht ein guter Ausgleich zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren, ist aber verglichen etwas teurer. Wie die anderen Nussöle (ausgenommen Erdnussöl) hat es viele ungesättigte Fettsäuren und ist gesundheitlich unbedenklich.

Kleiner Tipp: Walnussöl färbt gut. Wenn du einen dunklen Holztisch zu etwas mehr Glanz verhelfen willst, dann reibe ihn mit ein wenig Öl ein. Kleine Rillen werden sehr gut ausgefüllt.

Passt zu: Salaten, Obst, Käse

Haselnussöl: Schmeckt so lecker, wie es klingt

Haselnussöl ist ebenfalls wunderbar für die kalte Küche und für Süßspeisen zu empfehlen. Zu fast 80% sind ungesättigte Fettsäuren enthalten und daher nicht entzündungsfördernd. Es schmeckt nussig und ist auch äußerlich anwendbar.

So wirkt Haselnussöl u.a. straffend und dunkelt die Haare auf, wenn man es nach der Haarwäsche in die Haare massiert.

Passt zu: Salaten, Obst, Käse

Kürbiskernöl: Alles vom Kürbis

Die Liste an empfohlenen selbst ausprobierten Ölen endet zunächst mit Kürbiskernöl. Auch hier herrscht ein Überschuss an ungesättigten Fettsäuren von über 80%. Das Öl hat eine stark färbende Wirkung, ist aber an sich kein Problem und leicht abwaschbar, sollte etwas anderes als dein Essen damit in Berührung kommen. Kürbiskernöl wird auch in Deutschland hergestellt, sodass du auch hier eventuell das Glück hast auf regionale Herkunft zu achten.

Passt zu: Salaten, Obst, Käse

Zusammenfassung

ÖleFettsäurenGesundheitlich geeignet?
Olivenölviele ungesättigte Omega-3 FettsäurenJa
Rapsölviele ungesättigte Omega-3 FettsäurenJa
Leinölvon allen Ölen die meisten ungesättigten Omega-3 FettsäurenJa
Sonnenblumenölsehr viele gesättigte Omega-6 FettsäurenNein
Distelölsehr viele gesättigte Omega-6 FettsäurenNein
Erdnussölausgewogenes Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten FettsäurenJa
Walnussölausgewogenes Verhältnis zwischen gesättigten und ungesättigten FettsäurenJa
Haselnussölviele ungesättigte FettsäurenJa
Kürbiskernölviele ungesättigte FettsäurenJa

Was eint diese Öle?

Du wirst bemerkt haben, dass die meisten Öle, mit Ausnahme des Sonnenblumen- und Distelöls, einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren haben. Vor allem das Leinöl bietet eine Menge davon.

Mit der Einnahme beugst du nicht nur Entzündungen vor, sondern kannst bereits bestehende lindern. Aber auch bei anderen Krankheiten, die hier nicht genannt sind, helfen die meisten Öle. Und viele können auch äußerlich angewandt werden.

Wenn du deine Gesundheit ein wenig bessern willst, dann sollte eine tägliche Einnahme eine unterstützende Hilfe sein. Wie du die Öle am besten einnimmst, ist im nächsten Abschnitt an Hand einiger Vorschläge zu lesen.

(Für mehr Informationen zu anderen Anwendungen steht dir unten ein Link zur Verfügung.)

So baust du die Öle in die Ernährung ein

Das waren jetzt einige Öle, die du kennen solltest. Natürlich ist es weder leicht umzusetzen noch zu erwarten, dass du jeden Tag alle Öle konsumierst. Immerhin soll der Magen auch mit anderen Speisen gefüllt werden. Und Öl pur löffeln ist auch nicht jedermanns Sache. Probiere daher aus, welche Öle dir am besten gefallen.

  • Entscheide dich für 1-2 Öle, die du erhitzen kannst, wie Olivenöl, Erdnussöl oder Rapsöl
  • Habe von den Ölen, die du nicht erhitzen sollst auch 1-2 Sorten zu Hause und wechsel immer mal wieder die Sorten, damit du weißt, welches Öl zu deinen Lieblingen gehört
    • Hast du bereits Entzündungen in den Gelenken? Dann sollte Leinöl immer im Haus sein!

Und so baust du die Öle in die Ernährung ein:

Wenn du Leinöl als Medizin bei Entzündungen nehmen willst, dann nimm schon morgens 1-2 EL zu dir. Entweder pur, was allerdings gewöhnungsbedürftig ist, oder in Joghurt oder Müsli eingerührt.

Iss ab und zu den Klassiker Pellkartoffeln mit Quark. Verrühre dabei 1-2 EL Leinöl mit Kräutern in Magerquark und TADA! Schon hast du gesundes Fett eingenommen!

Gebe Bratöl immer dann in die Pfanne, wenn diese schon heiß ist.

Iss öfters Salat, den du mit besonderen Ölen aufpäppelst. Sehr lecker ist neben Olivenöl auch Walnuss- oder Kürbiskernöl.

Tunke etwas Brot ins Öl. Dafür kannst du ab und zu Butter weglassen, welches als tierisches Fett viele gesättigte Fettsäuren hat und entzündungsfördernd ist.

Öle wie Walnuss- oder Haselnussöl eignen sich hervorragend für Süßes wie Obstsalate.


Mehr Informationen zu einer anti-entzündlichen Ernährung findest du in diesem Beitrag: Die richtige Ernährung bei Rheuma mit all ihren Vorteilen

Du willst mehr über Öle erfahren? Hier ist eine gut strukturierte Seite mit mehr Inhalt => Ölerin

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

Das könnte dich auch interessieren …

7 Antworten

  1. 26. Mai 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  2. 5. Juni 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  3. 24. Juni 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  4. 6. Oktober 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  5. 25. Oktober 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  6. 29. November 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

  7. 22. Dezember 2020

    […] Die besten Öle für die Gesundheit […]

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.