Wie Entzündungen und Bauchfett zusammenhängen: Einfach erklärt

In diesem Beitrag erfährst du, wie Entzündungen und Bauchfett zusammenhängen und welche Gefahren hiervon ausgehen. Du erfährst aber auch, wie du lästiges Bauchfett loswirst und langfristig abnehmen wirst. Ohne Hunger, ohne leere Versprechungen.

Halte dir dabei aber vor Augen, dass du für alles etwas tun musst. Über Nacht wirst du also nicht abnehmen, sondern erst nach einigen Wochen. Es heißt durchhalten und anfangen, indem du mehr über das Zusammenspiel von Entzündungen und Bauchfett erfährst. Dabei gehe ich auf Forschungsergebnisse ein, die ich dir leicht zusammengefasst darstellen werde.

Wie entsteht Bauchfett?

Entzündungen und Bauchfett
An einem zu hohen Bauchumfang erkennt man die Gefahr von zu viel Innerem Bauchfett. Foto: mohamed_hassan, über: Pixabay

Du ahnst es wahrscheinlich. Ausschlaggebend ist die falsche Ernährung. Allen Lebensmitteln voran ist Zucker der schlimmste Stoff, den du einnehmen kannst. Es sein denn, du arbeitest daran an unten genannten Folgeerkrankungen zu leiden. Falsches Fett und zu wenige Ballaststoffe tun weiteres, um Bauchfett zu begünstigen.

So steigt der Blutzuckerspiegel in die Höhe, Insulin wird ausgeschüttet und der Fettstoffwechsel gestört.

Ein weiterer Grund, weshalb in der heutigen Zeit so viele Menschen an Bauchfett und damit einhergehenden Entzündungen leiden, liegt auch an dem hohen Konsum von Fabrik-Essen. Dieses wird frisch gekochtem Essen vorgezogen, wodurch sich der eine oder andere wichtige Nährstoffe vorenthält. Aber dazu erfährst du unten mehr…

Wie hängen Entzündungen und Bauchfett zusammen?

Dass Übergewicht Grund vieler Folgeerkrankungen wie Adipostias, Bluthochrdruck oder Diabetes ist, ist längst bekannt. Dass die Ursache dieser Folgeerkrankungen auf Entzündungen zurückzuführen ist, haben Forscher bereits belegen können.

Weshalb dies so ist untersuchten Forscher am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam.

Sie stellten fest, dass Bauchfett einen Botenstoff ins Blut leitet, welcher Entzündungen begünstigt. Das Eiweißmolekül mit dem Namen „Wingless-type signaling pathway protein-1 (WISP1)“ führt zu einer Insulinunempfindlichkeit und wirkt sich negativ auf die Leber und die Insulinwirkung in den Muskeln aus.

Selbes Molekül wurde schon mit der Entstehung von Entzündungen, aber auch mit der Entstehung von Krebs in Verbindung gebracht. Das Molekül WISP1 wird im Bauchfett Übergewichtiger vermehrt produziert. Gleichzeitig haben Übergewichtige einen gestörten Glukosestoffwechsel.

Braune und weiße Fettzellen

Von dieser Stoffwechselstörung abgesehen kommt es auch auf die Art der Fettzellen an. Die „gefährlichen“ Fettzellen sind die weißen Fettzellen, welche entzündungsfördernde Stoffe lagern und ins Blut führt. Anders als die braunen Fettzellen haben diese weniger Mitochondrien, die in der Lage sind weißes Fett zu verbrennen und in Energie umzuwandeln.

Auch schlanke Menschen haben mehr weißes als braunes Fett. Dabei war dies mal anders! 

Babys und kleine Tiere haben mehr braunes als weißes Fett. Der Grund wird in der Tatsache vermutet, dass Babys auf die Wärme ihrer Eltern angewiesen sind, die sie umarmen und warm kleiden. Aus dem selben Grund wird auch das brauen Fett an Kleintieren vermutet. 

Forscher haben an Mäusen getestet, wie weißes Fett durch braunes Fett ersetzt werden und wie es zu einer Gewichtsreduzierung kommen kann. Die Mäuse wurden kalorienreich ernährt und folgendes Ergebnis kam dabei heraus:

Das Unterhautfett zeigte kaum Veränderungen. Im tiefer sitzenden Bauchfett hingegen haben sich Entzündungsprozesse ausgeweitet und die Fettverbrennung verlangsamt. Das innere Bauchfett ist es aber, welches Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf Erkrankungen begünstigt. Etwas genauer gesagt, blockiert der Entzündungsfaktor TNF alpha den sogenannten cGMP-Siganlweg, welcher dafür sorgen könnte, weißes Fett zu verbrennen.

Auch wenn Tests bisher nur an Nagetieren durchgeführt wurden, so kann festgehalten werden, dass Bauchfett in Verruf ist Entzündungen und somit Folgeerkrankungen zu begünstigen.

Übrigens: Kälte soll bei der Entstehung von brauen Fettzellen sehr effektiv sein…

Weitere Gefahren von Bauchfett

Neben Entzündungen bringt inneres Bauchfett weitere Risiken mit sich:

  • Herzinfarkte,
  • Bluthochdruck,
  • Krebs,
  • Diabetes,
  • Alzheimer,
  • Schlaganfälle und
  • geschädigte Gelenke, um nur einige Folgeerkrankungen zu nennen. Um es anders zu sagen: Dies sind alles Krankheiten, die dein Leben extrem einschränken werden. Und im Alter wird sich dein Körper für all die Vernachlässigung rächen.

Gewusst? Als Richtwert bei Männern gilt, dass bei einem Taillenumfang von über 94 Zentimeter und bei Frauen ab 88 Zentimeter das Risiko von Herz-Kreislauf Probleme steigt.

So wirst du Bauchfett los

Wer plant abzunehmen, sollte sich als erstes Ziel setzten unter die eben genannten Werte zu gelangen. So heißt deine erste Mission gesund zu werden, und dann erst wieder in deine Klamotten zu passen. Dabei brauchst du eine gesunde Mischung aus Ausdauer, Kraft und Ernährung.

Und vorweg: Du kannst nicht nur und nicht gezielt am Bauch abnehmen! Entweder trainierst du gleich den ganzen Körper oder nicht. Aber seien wir ehrlich: Das wollen wahrscheinlich die meisten.

Sport

Generell wird durch Bewegung eine bessere Sensibilität für das Insulin geschaffen. Wer dauerhaft nur einfache Kohlenhydrate in Form von Süßes isst, sorgt dafür gegen Insulin eine Resistenz zu bilden. Insulin wird gebraucht, damit die Energie in Form von Zucker in die Zellen gelangen kann. Neben der richtigen Ernährung ist Bewegung daher entscheidend.

Beim Sport musst du dir merken, dass du mehr Kalorien verbrennst je mehr Muskelmasse du hast. Es lohnt sich daher pro Woche mindestens 2 Tage für ein Krafttraining einzuplanen. Speziell für den Bauch reicht es aus sich 2-3 Übungen auszusuchen, die ganz nebenbei auch deinen Rücken stärken.

Wunderwaffe Ausdauersport

An 2-3 weiteren Tagen pro Woche solltest du ein Ausdauertraining absolvieren. Wenn du schon schwer übergewichtig bist, dann rate ich dir von Joggen ab!

Warum? Beim einfachen Gehen lastet etwa das 3-4 fache deines Körpergewichts auf deinen Gelenken. Wiegst du beispielsweise 100 Kilo, dann tragen deine Knie und Hüften bis zu 400 Kilo. Stell dir vor, wie viel Gewicht auf einen Knien lastet, wenn du Joggen gehst!

Starte daher zunächst mit 1-stündigen flotten Spaziergängen, Walken oder Schwimmen. Oder aber du fährst Fahrrad, was ideal bei Gelenkbeschwerden ist. Generell sind dies alles Bewegungen, die deinen Gelenken nicht schaden, die dich aber trotzdem abnehmen lassen. Wenn du dann ein besseres Fitnesslevel erreicht hast, dann mache Intervalltraining.

Dies ist meiner Meinung nach, die beste Form der Fettverbrennung. Du wechselst hier zwischen Phasen der Entspannung und der Belastung, wodurch dein Puls ständig sinkt und wieder steigt. Der Nachbrenneffekt wirkt noch lange an und du verbrennst mehr Fett.

Dafür kannst du beispielsweise beim Schwimmen etwa 10 Minuten lang im Wechsel eine Strecke schnell schwimmen, die nächste Strecke aber wieder langsamer. Beim Fahrradfahren machst du dasselbe und fährst im Wechsel schnell, dann langsam.

Wer keine Gelenkbeschwerden hat, hat beim Joggen leichteres Spiel. Sprinte eine Strecke etwa 10-15 Sekunden lang und laufe 20-30 Sekunden weiter. Dies wiederholst du mindestens 5 Minuten für optimale Ergebnisse.

Die richtige Ernährung

Wie bei allen anderen Krankheiten, die mit der Ernährung angegangen werden können, ist hier das Durchhaltevermögen entscheidend. Zur einer anti-entzündlichen Ernährung biete ich hier einen Beitrag. Um speziell am Bauchfett abzunehmen (und damit auch überall am Körper) ist der Blutzuckerspiegel entscheidend.

Meide Lebensmittel wie

  • Fastfood,
  • Zucker,
  • Weißmehlprodukte,
  • Obstsäfte,
  • Alkohol,
  • Fertigprodukte

All dies lässt den Blutzuckerspiegel in die Höhe schlagen, was dir kurzzeitig mehr Energie liefert. Aber der Blutzuckerspiegel fällt genauso schnell wieder, sodass du wieder Hunger hast und mehr isst. Und zudem sorgt ein hoher Insulinspiegel dafür, dass mehr Fett eingelagert wird. Dies liegt daran, dass der Körper nicht mehr angemessen auf das Insulin reagiert und eine Resistenz aufbaut.

Entzündungen und Bauchfett
Die Mediterrane Küche ist ideal, um lässiges Bauchfett loszuwerden und gesund zu bleiben. Foto: Lukas Bieri, über: isorepublic

Konsumiere daher ballaststoffreiche Lebensmittel wie

  • Vollkornprodukte,
  • Gemüse,
  • Obst, wobei die Schale mit gegessen wird! Bevorzuge zuckerarmes Obst wie Beeren und Äpfel.

Obst mit viel Zucker darf auch konsumiert werden, sollte aber die Ausnahme bilden. Gerade Orangen, Trauben oder Mangos sorgen für einen schnell ansteigenden Blutzuckerspiegel.


zuckerarmes Obst

(zuckerarmes) Obst: Wann du was essen solltest: Ohne Zweifel hat Obst einen festen Stand in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Die Vielfalt ist schier endlos und viele exotische Früchte kennen wir immer noch nicht. Obst ist reich an Vitaminen, schenkt ein schönes Hautbild und erfrischt an heißen Tagen. Da Obst aber nur einen Teil in einer ausgewogenen Ernährung ausmacht, sollte dein täglicher Konsum wie bei allem nicht zu hoch liegen.


Tipp: Die italienische Küche ist mit ihren gesunden Fetten aus Olivenöl, Fisch, viel Gemüse und Hülsenfrüchten besonders geeignet. Ersetzte nur die vielen Teigwaren durch Vollkorn-Varianten.

Außerdem: Entspanne dich! Wer unter Stress steht fördert ebenfalls die Entstehung von Bauchfett und damit Entzündungen.


In eigener Sache…

Mit diesem eigens kreierten Programm kannst du entspannt und entzündungshemmend abnehmen, deine Schmerzen lindern und dein Leben wieder entspannter genießen können…

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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