Intuitiv essen lernen und abnehmen: Warum macht das niemand?

Intuitiv essen zu lernen kann sich für dich lohnen.

Denn: Viele Menschen (vielleicht auch du) haben verlernt auf ihren Körper zu achten.

Folglich essen viele einfach drauf los, auch wenn sie keinen Hunger verspüren. Oder sie essen Lebensmittel, die ihr Körper gar nicht braucht.

Die Gründe, weshalb das eigene Hungergefühl nicht beachtet wird, sind ebenso vielfältig wie es Diäten gibt. Zum Glück ist der Mensch in der Lage, Sachen wieder zu erlernen oder neu zu lernen.

Wenn du lernen willst intuitiv zu essen, dann befasse dich mit den nächsten Absätzen!

intuitiv essen lernen
Intuitiv essen lernen heißt auch darauf zu achten, wann man Hunger verspürt, Bild: Rheuma Deern

Was heißt intuitiv essen?

Intuitiv essen heißt letzten Endes nichts anderes als dann zu essen, wenn du wirklich Hunger verspürst. Es heißt aber auch, dass man je nach Aktivität, die jeder einzelne vollzieht, isst oder eben nicht essen sollte.

So braucht dein Körper beispielsweise etwas Kleines zu essen, wenn er kurz vor oder nach einer körperlich anstrengenden Aktivität Energie benötigt. Es wird verhindert, dass du müde bist oder dich schlapp fühlst.

Weil der moderne Mensch aber stets und ständig von Essen umgeben ist und sich leicht etwas besorgen kann, ist auch das Gefühl verschwunden, welches einem sagt, wann man Hunger verspürt.

Außerdem sorgt das ständige Naschen zwischendurch zusätzlich dafür, dass der Körper immer und stets mit überschüssiger Energie versorgt wird. Auch aus diesem Grund wird das natürliche Hungergefühl unterdrück.

Intuitiv essen heißt aber auch, dann aufhören zu essen, wenn du satt bist, wenn dein Magen nicht mehr knurrt und er nicht ganz voll ist.

Seien wir ehrlich, dass ist es eigentlich, warum wir ständig essen.

Um ein Völlegefühl zu verhindern, dann fülle den Magen nur zu höchstens 2/3 mit Nahrung und den Rest mit Wasser, und lasse auch Platz für Luft. Wie du das lernen kannst, erfährst du weiter unten.

Was braucht dein Körper?

Zu guter Letzt heißt intuitiv essen auch, dem Körper zu geben, was er braucht. Es kann sein, dass dein Magen lange nicht knurrt (s.u.) und du irgendwann Kopfschmerzen bekommst, weil dein Gehirn nach Futter verlangt. Dann ist dies natürlich ein Zeichen dafür, dass etwas gegessen werden muss.

Oder du fühlst dich ständig schlapp und müde, auch wenn du isst. Dann verlangt dein Körper einfach nach mehr Vitaminen und anderen Nährstoffen, die du ihm eventuell durch deine bisherige Nahrung verwehrt hast.

Einige essen aus Gewohnheit, andere aus Langeweile.

Und um Zweifel vorwegzunehmen: Diese Menschen müssen nicht zwangsweise krank sein.

Dennoch kann es passieren, dass sie Zeichen verpassen, die einem eventuelle Krankheiten oder Unstimmigkeiten andeuten. Was auch problematisch ist, dass nicht wenige Menschen auf Grund eines sehr wichtigen und ebenfalls gesunden Familienleben auch mit anderen regelmäßig essen.

Dies soll keinesfalls verteufelt werden!

Tatsächlich haben Menschen, die zu festen Zeiten essen, nicht zwingend Probleme mit ihrem Essverhalten. Gehen wir aber im Falle des intuitiven Essens davon aus, dass nicht jeder feste Essenszeiten mit anderen Menschen zusammen hat.

Durch intuitives Essen abnehmen

Wenn du ehrlich bist, dann hat dich diese Frage eigentlich nach Informationen ins Internet gebracht.

Hier die Antwort mit Bezug auf persönliche Erfahrungen:

Auch wenn die Studienlage bezüglich dieser Zwischenüberschrift nicht ganz durchgelesen wurden, habe ich bemerken können, wie einfach man abnehmen kann, indem man einfach nur dann ist, wann man Hunger hat.

Weil du ständig isst, neigst du auch dazu, die ganzen Fettreserven, die du trägst, unangebrochen zu lassen und mehr und mehr zu füllen. Wartest du aber ab, bis sich der Hunger meldet, hat dein Körper endlich Zeit sich an diese Reserven zu machen und du nimmst ab.

Sieh intuitives Essen also als eine Fastenmethode an und lies dir bei Interesse diesen Beitrag durch, der sich mit dem Basiswissen zu Fasten beschäftigt.

Was ist Hunger?

Na, dass weiß ich doch! Oder?

Oftmals wird Hunger mit Durst, Appetit oder Verlangen nach etwas Bestimmten verwechselt.

Am einfachsten ist Hunger mit dem knurrenden Magen erklärt. Wenn der Magen leer ist, dann knurrt er und verlang nach Essen.

Und er knurrt nicht gleich sofort nach dem Aufstehen, sondern lässt wahrscheinlich etwas auf sich warten.

Appetit oder Verlangen hingegen wird durch äußere Reize verursacht, und auch die Sinnesorgane spielen eine wichtige Rolle.

Du siehst einen sehr schönen Kuchen, ein perfekt aussehendes Steak, du riechst gebrannte Mandeln oder siehst einen schön gedeckten Tisch.

Und schon bist du dabei zu essen, obwohl du keinen Hunger hast und dein Körper gar nicht danach verlangt.

Und wenn der Magen nicht knurrt?

Dies kann natürlich auch passieren.

Als Folge langen Nahrungsverzichtes können sich Kopfschmerzen bemerkbar machen. Dann ist dies ein Zeichen, dass dein Körper/Kopf wieder Energie benötigt, und intuitiv zeigt er dir dies, indem er dir Kopfschmerzen verursacht.

Da das Gehirn am meisten Energie benötigt und aus Fett und Proteinen besteht, sind also im Falle von Kopfschmerzen Nahrungsmittel wie Nüsse, Avocados, Fisch oder Hülsenfrüchte zu verzehren.

Und stell dir vor: Dafür musstest du keine Kopfschmerztabletten anbrechen!

Wie oben schon angesprochen sind Kopfschmerzen nur ein Grund, der bei falscher Ernährung entstehen kann. Intuitiv essen bedeutet, deinem Körper zu geben, was er braucht und nicht, was du willst.

Achte einfach bei bestimmten Änderungen oder Symptomen, was du gegessen haben könntest (oder auch nicht gegessen hast), was dich so fühlen lässt.

Wie lernst du intuitiv zu essen?

Dazu habe ich verschiedene und wirksame Wege gefunden, von denen du dir eine aussuchen kannst, die am besten zu deiner Ausgangslage passt. Allen gleich ist aber eine Eingewöhnungsphase, da du idealerweise langfristig auf dein Hungergefühl hören solltest. Und solche Umstellungen brauchen seine Zeit.

Methode 1

Eine Methode ist zunächst den Unterschied zwischen Hunger und Appetit zu erlernen. Wie oben angedeutet wird Appetit durch äußere Reize erzielt. Aber nur weil etwas gut riecht oder aussieht ist dies noch lange kein Grund sofort danach zu greifen. Stattdessen kannst du

  • überlegen, ob du dir auch später, wenn du Hunger hast, dasselbe kochst

oder

  • Wasser trinken, da du wahrscheinlich nur Durst verspürst

oder

  • erstmal 20-30 Minuten warten. Nach dieser Zeit ist das Verlangen nach einer bestimmten Speise weg.

Methode 2

Wenn du wirklich Hunger spüren willst, dann suche dir 1-2 Tage, an denen du etwas Zeit hast und esse erst dann, wenn dein Magen knurrt. Dass wird wahrscheinlich nicht gleich nach dem Aufstehen sein, sondern erst im Laufe des Tages.

Und bevor du glaubst, dass du müde sein wirst oder Kopfschmerzen haben wirst, dann lass dir sagen, dass dein Körper mehr als genug Energiereserven hat, die er getrost anbrechen kann.

Sind diese erstmal leer, wollen sie gefüllt werden.

Wenn du dann Hunger hast, dann achte darauf, was du brauchst, nicht was du willst.

Du musst ausgewogen essen, um gesund zu bleiben, und eine einfache Möglichkeit ist, einfach von allen wichtigen Nährstoffen etwas zu essen. Dass ist idealerweise eine Mischung aus Fett, Kohlenhydraten und Eiweiß.

Meldet sich dein Magen beispielsweise gegen 16:00, dann überlege dir, was du essen kannst und iss solange, bis du satt bist.

Gönne dir dann 1 Portion Spaghetti mit Tomatensauce und 1 kleinen Salat, Fisch mit Gemüse, Asiatische Reispfanne oder 1 Omelett mit Gemüse.

Iss auch nur soviel, bis du satt bist, also keinen Hunger mehr hast und dein Magen auch besänftigt ist. Oben ist bereits gesagt worden, dass du dich nicht voll essen, sondern auch Platz für Wasser und Luft lassen solltest.

So fühlst du dich nicht schwer oder müde und du beugst Völlegefühl vor.

Tipp: Du merkst, ob du zuviel gegessen hast ist, wenn du dich nach einer Mahlzeit müde oder schlapp fühlst. Wenn du wieder wie vorher an die Arbeit gehen kannst, dann hast du nicht zu viel und nicht zu wenig gegessen.

Methode 3

Diese Methode ähnelt der 2. Methode. Faste für 2 Tage komplett und nimm nur Wasser und ungesüßte Tees zu dir. Solltest du noch nie gefastet haben, dann kannst du auch pro Tag zusätzlich 1 Glas Gemüsesaft trinken.

Es kann sein, dass dein Magen schon am 1. Tag knurrt, aber anders als Methode 2 fängst du nicht an zu essen. Stattdessen nutzt du diese Zeit um dein Essverhalten zu hinterfragen und gegebenenfalls Änderungen anzustreben.

Sind die 2 Tage vorbei, dann isst du auch erst wieder, wenn dein Magen knurrt und konsumierst Lebensmittel, die du wirklich brauchst und deine Speicher auffüllen.

Sieh diese 2 Tage als eine Art Ballastentsorgung, sodass du nicht auf die Idee kommst, deinen Körper mit Sachen zu füllen, die dich krank machen und ungesund sind.


Schlusswort

Wer feste Essenszeiten hat und damit glücklich ist, muss sich selbstverständlich nicht intuitives Essen angewöhnen. Allerdings täte es nicht wenigen gut, wenn darauf geachtet wird, wie oft und warum man eigentlich isst.

Durch zu viel Essen und durch das ganze Zwischendurch-Genasche tut man sich aber nicht wirklich etwas gutes, sodass man sich zumindest einen Überblick über die eigenen Gewohnheiten verschaffen kann.

Auch eine Rückkehr zum Körpergefühl ist durch intuitives essen erstrebenswert, wenn auch nicht für jedermann von Bedeutung für das eigene Leben. Fall ich einige Methoden vergessen habe, dann lasst es uns wissen.

Rheuma Deern
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Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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