Wie du dir erfolgreich Lebensfreude nimmst & wie du sie gewinnen kannst

Lebensfreude ist ein ständiger passiver Begleiter in unserem modernen Leben geworden. Viele meinen sie verloren zu haben und suchen nach der ein oder anderen Möglichkeit, ihre Lebensfreude zurück zu gewinnen.

Dabei definiert jeder selbst, was er oder sie unter Lebensfreude versteht, geschweige denn, wann jemand an den Punkt gelangt, an dem man sagt, dass sie verloren wurde.

Aus diesem Grund ist hier keine Schritt-für-Schritt Anleitung, mit der du garantiert zu mehr Lebensfreude findest. Lediglich sind hier einpaar Bemerkungen, mit denen du vielleicht eine andere Sichtweise auf bestimmte Themen bekommst.

Lebensfreude gewinnen
Wenn du es schaffst, deine Lebensfreude zu verlieren, dann kannst du sie auch zurück gewinnen. Foto: pixundfertig, über: Pixabay

Wieso verlierst du deine Lebensfreude?

Ja, warum eigentlich?

Wie eben in der Einleitung kurz vorgeschlagen, bestimmt jeder für sich, was die Lebensqualität beeinflusst.

Deshalb hilft es oft nicht wirklich, wenn du einer falschen Person dein Leid klagst, die dein Problem einfach nur deshalb als nichtig abtut, weil für sie andere Gründe für den Verlust deiner Lebensfreude gelten.

Da hilft kein Streiten und kein Bekehren. Da ist jeder nun mal anders.

Ist Lebensfreude also einfach ein Gefühl oder eine Lage?

Wir müssen die Frage nicht so philosophisch angehen, da du dieser Idee hier vielleicht auch widersprichst. Daher ein kleiner Versuch, dieses Frage anzugehen.

Lebensfreude als innere Einstellung?

Kennst du auch Menschen, die auf den ersten Blick eigentlich ständig und täglich voller Sorgen und Probleme durchs Leben laufen sollten? Einfach nur aufgrund der Lage, in der sie sich befinden?

Und bist du dann auch teils überrascht, wenn du ihnen fröhlich und mit guten Gedanken und Hoffnungen begegnest?

Sie haben zum Beispiel trotz besten Schulabschlüssen und ehrlicher, anstrengender Arbeit gerade mal so viel Geld, um das Nötigste zum Leben zu kaufen.

Sie müssen jeden Cent umdrehen und an Urlaub ist nicht zu denken.

Die Rente wird durchgearbeitet.

Der Gesundheit könnte es besser gehen.

Oder aber sie Leben in Gegenden, die ständig von Umweltkatastrophen heimgesucht werden.

Vielleicht leben sie in größerer Armut, als manch ein Armer hier.

Gleiche Rechte in jedem Sektor für alle sind selten Thema.

Wie haben sie je die Chance Lebensfreude zu gewinnen?

Und dann wirst du überrascht, wenn sie dir sagen, dass die glücklich/fröhlich sind.

Und andererseits gibt es Menschen, die augenscheinlich alles haben, was einen glücklich und zufrieden machen sollte.

Ein gutes und regelmäßiges Einkommen.

Familie und gute Freunde.

Gesundheit.

Und die sagen dir dann, dass ihnen Lebensfreude fremd ist.

Das Lebensfreude also in Zusammenhang mit einer bestimmten sozialen/finanziellen/kulturellen/seelischen Lage steht, kann nur individuell entschieden werden.

Eigene Beobachtungen…

Ich bin keine Psychologin. Dennoch mache ich, wie alle anderen auch, meine Beobachtungen und höre auch vielen Menschen zu (nicht nur aufgrund meiner Arbeit, um persönliche Abnehmprogramme zu erstellen).

Es gab mal eine Kundin, die eigenen Worten nach jede Diät durchprobiert hat. Abgesehen davon, dass sie allesamt erfolglos waren, verlor sie mehr und mehr an Lebensfreude, wie sie sagte.

Als ich ihr sagte, dass erfolgreiches Abnehmen vor allem mit der richtigen Einstellung gelingt, bat ich sie, mir erstmal zu erzählen, weshalb sie ihre Lebensfreude verloren hat.

Dabei hat sie erstmals die Gründe sich selbst vor Augen geführt. Hier die Erkenntnisse in Stichpunkte.

  • Sie hat sich ständig mit anderen Menschen verglichen
  • Tag ein Tag aus hat sie sich nur mit ihrem Körper beschäftigt
  • Kalorien haben sie den ganzen Tag über verfolgt
  • Die ganzen Rückschläge haben ihr ein Gefühl von Stillstand und Inkonsequenz gegeben

Wir haben dann alles gesammelt, was sie ausmacht. Und zwar ausschließlich schönes und positives.

Auch sollte sie aufhören, sich mit Menschen zu vergleichen, die sie nicht einmal persönlich kennt (Promis und Sportler).

Um mit ihrem Fall abzuschließen: Sie konnte gesund und langfristig Gewicht verlieren. Sie sagte aber auch, dass die Beschäftigung mit sich selbst ihr geholfen hat, ihre Lebensfreude wieder zu gewinnen.

Der Vergleich mit anderen, vorrangig (aber nicht ausschließlich) Privilegierten ist vielleicht nur ein Auslöser, welcher dir die Lebensfreude nimmt.

Aber auch das ständige Gefühl, für andere funktioniere und ständig im Job 100% geben zu müssen, kann einem die Lebensfreude nehmen.

Du stehst morgens auf und hast schon gleich keine Lust mehr, dich auf den Weg zu deinem ohnehin schon ungeliebten Job zu begeben.

Der ganze Tag vergeht unsagbar langsam, dann kommst du irgendwann nach Hause und gehst gleich wieder ins Bett.

Und das wiederholt sich und scheint nicht aufhören zu wollen.

Es gibt nur deinen Job. Keine Freizeit, keine anderen Gedanken.

Oder es ist das beengende Gefühl, sich nicht ausleben zu können. Es kann sein, dass all die Träume und wünsche, die du einst hattest, nie in Erfüllung gehen werden.

Und ständig umgibst du dich mit den Gedanken, dass wirklich nichts, was du machst, Früchte tragen wird. So kann es sein – muss es aber nicht – dass du für alles andere keine Freude mehr verspürst.


Erfolg haben

Der eine Grund, warum du nie Erfolg haben wirst, ist so banal, dass ihm trotzdem ein Beitrag gewidmet ist.


Wie du die Lebensfreude verlierst:

  • Du vergleichst dich mit augenscheinlich besseren und privilegierten Menschen
  • Dein Leben besteht aus (ungeliebter) Arbeit und sonst nichts
  • Freizeit und Hobbies gönnst du dir nicht
  • Du übersiehst, was du selbst alles kannst und was dich ausmachst
  • Du bist ständig mit dir unzufrieden

Wie du Lebensfreude gewinnen kannst

Das klingt jetzt erstmal endgültig. Dabei ist die Art und Weise, wie du wieder Lebensfreude gewinnen kannst ebenso individuell, wie die Art, wie du sie verloren hast.

Deshalb sind hier auch nur einige, vielleicht hilfreiche Tipps, über die du nachdenken kannst.

Lebensfreude gewinnen
Einiges ist nur eine Frage der inneren Einstellung, Foto: Alexas_Fotos, über: Pixabay

1. Wer bist du eigentlich?

Klingt ziemlich esoterisch, kann aber ein erster Schritt sein. Wenn du weißt, was dich alles Glücklich macht und dich erfüllt, dann weißt du im Umkehrschluss auch, was dich unzufrieden macht und dir die Lebensfreude nimmt.

Mache dir einige Gedanken:

  • Was macht mich glücklich? Ist es ein bestimmter Sport, Spaziergänge, Freunde/Familie treffen, gutes Essen, Hobbies…
  • Bei wem oder was kann ich einfach nur ich sein ohne mich verstellen zu müssen?
  • Wann bin ich Energie geladen?
  • etc.

Überlege dann:

  • Was macht mich müde?
  • An wen oder was verschwende ich meine ganzen Gedanken?
  • Was hält mich davon ab, das zu tun, was ich gerne möchte?
  • Habe ich zu viel Routine im Alltag?
  • etc.

2. Schon mal an eine neue Umgebung gedacht?

Manchmal, nicht immer, sorgt die Umgebung/dein Umfeld dafür, dass du weniger Lebensfreude empfindest.

Falls es bei dir zutrifft, dass viele Entscheidungen, die dich betreffen, von außen gefällt werden und dich unglücklich machen oder einschränken, dann kann ein Wechsel nicht schaden.

  • Wechsle deinen Arbeitgeber/deinen Beruf, wenn er dir die Freude nimmt
  • Ziehe um. Manchmal kann ein Wohnortswechsel neuen Schwung bringen. Du lernst neue Gegenden und Menschen kennen und hast die Möglichkeit, dich neu einzurichten und ggf. neu zu entdecken
  • Halte dir falsche/schlechte Freunde auf Abstand und kündige notfalls die „Freundschaft“. Es bringt dir nichts, wenn du dich mit Menschen umgibst, die dir nicht gut tun

3. Ärmel hoch krempeln

Wenn du weißt, was dir deine Lebensfreude nimmt, dann arbeite an den Auslösern und beseitige sie.

  • Bist du mit deinem Lebensweg unzufrieden, hast z.B. einen ungeliebten Job?
    • Vorschlag: Wechsle ihn
  • Machst du dir ständig Gedanken um deinen Körper?
    • Treibe mehr Sport, iss gesund
  • Glaubst du, nicht gut genug für die Arbeitswelt zu sein?
    • Mache dir deine Stärken bewusst und lasse dich nicht klein reden
  • Willst du vor allem anderen gefallen?
    • Wieso willst du das? Was erhoffst du dir davon?
  • Stellst du deine Bedürfnisse hinten an?
    • Achte darauf, dass du nicht zu kurz kommst

4. Hobbies und Freizeit

Manchmal ist es eine Routine, die dir deine Freude nimmt. Damit du nicht auf der Stelle stehst und eine gesunde Abwechslung hast, lohnt es sich, ab und zu einige Hobbies zu haben und deine Freizeit zu zelebrieren.

  • Habe stets Zeit für Sachen, die du gerne magst. Sei es ein Sport, Lesen, Malen, die Natur oder Café Besuche
  • Mache ab und zu auch mal nichts und entspanne dich bewusst
  • Bewege dich auch regelmäßig. Sport schüttet Glückshormone aus und Stress lässt nach
  • Schalte im Urlaub ab. Dein Job hat da nichts zu suchen
  • etc.

5. Halt finden

Manchmal scheint der Mensch irgendwo in der Schwebe zu stehen. Die Freunde fehlen oder sind irreführend, die Familie ist zerrüttet oder du bist schon lange alleinstehend.

All dies können Personen sein, die einem Halt im Leben geben und einen erden. Einige brauchen solche Personen tatsächlich nicht, andere wünschen sie sich.

So oder so muss es nicht zwingen eine Person sein, die dich hält. Es kann auch ein Glaube sein – religiös oder nicht, Meditation, Reisen, eine Gruppe mit Menschen gleichen Interesses.

Auch Hobbies (s.o.) können dir Halt geben und positive Gefühle hervorrufen

6. Lebensfreude durch eine andere Einstellung gewinnen

Oben ist bereits der Vergleich erwähnt worden, dass ein Mensch, der offenbar alles hat, mit seinem Leben unzufriedener sein kann als jemand, dem es an allem zu fehlen scheint.

Es kann sein – muss es natürlich nicht – dass du die Gründe deines Unwohlseins bisher nur einseitig bewertet hast und keinen Raum für andere Sichtweisen erlaubt hast.

Selbstverständlich können auch außenstehende Einflüsse Gründe für dein Wohlbefinden sein. Diese nicht an einen heran zu lassen ist aber genauso schwierig wie einem zu sagen, dass Depressionen nur ein Zeichen von Schwäche ist.

Was aber helfen kann ist, dass du all deine Gründe, die dir deine Lebensfreude nehmen, ganz wertefrei und neutral aufsagst/aufschreibst.

Und dann sagst du dir, wie du dich damit fühlst und was es mit dir macht. Schreibe dir nun all das andere auf, was nicht damit zusammenhängt und dann siehst du hoffentlich, dass all das andere lobenswerte und schöne überwiegt.

Dieses Schöne, was dir gut tut, hat in Zukunft mehr Wert und Platz in deinem Leben.

Schreibe dir vielleicht auch auf, wo du im Moment stehst, was dein Ziel ist und was du tun willst, um an das Ziel zu gelangen.

Fazit: Lebensfreude gewinnen

Lebensfreude ist so individuell und persönlich, dass vielleicht nicht alle Sorgen und Sichtweisen in diesem Beitrag abgedeckt wurden.

Ich denke aber, dass ein richtiger Schritt getan wird, wenn du dir deine Sorgen und Probleme erstmal richtig bewusst machst, neutral bewertest und dann angehst.

Vielleicht helfen dir ein oder zwei Tipps und Anregungen.

Wenn du noch mehr Tipps und Hilfen hast, dann lass es uns wissen.

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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