Natürliche Entzündungshemmer in Lebensmitteln: Wo sind sie denn?

Einfach natürlich: Natürliche Entzündungshemmer für den Rheumatiker von heute

Wenn du bereits an Rheuma leidest, dann weißt du, dass dir Entzündungen gerne Schmerzen bereiten. Aber auch Normalos können Entzündungen erleiden.

Und dann fühlen wie es:

In den Gelenken, in den Muskeln, in den Nerven und und und.

Pillen und andere Medikamente sind dann oft in Reichweite, und ja, es gibt Krankheitsbilder, die einen zur Einnahme von Medikamenten zwingen.

Aber es gibt auch natürliche Entzündungshemmer, die dir zusätzlich Abhilfe schaffen. Diese kommen, wie so oft, in einigen Lebensmittel vor.

Natürliche Entzündungshemmer findest du aber auch in anderen Stellen…

Wann sind Medikamente erforderlich?

Bevor dir natürliche Entzündungshemmer vorgestellt werden, gibt es einen wichtigen Hinweis: Es gibt Krankheiten – zu denen auch Rheuma gehört – die eine Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten vorsehen.

Und dass ist auch gut so!

Warum?

Rheuma und andere Krankheiten, die Entzündungen hervorbringen, breiten sich im Körper aus und garantieren Folgeerkrankungen, wenn man diese nicht bekämpft. Dabei reicht es nicht aus, ausschließlich auf natürliche Entzündungshemmer zurückzugreifen.

Bleiben wir beim Rheuma:

Bei der klassischen Rheumatoiden Arthritis wird der Knorpel angegriffen. Dabei baut sich dieser ab, wodurch die Gelenke irgendwann aufeinander reiben. Was wir fühlen, sind die Schmerzen.

Das Problem: Knorpel bildet sich nicht zurück. Bestenfalls bekommst du nur knirschende Knie.

Medikamente wie MTX oder Kortison haben die Eigenschaft den Entzündungsprozess zu stoppen. Aus eigener Erfahrung kann dir aber gesagt werden, dass durch gezielte Maßnahmen die Einnahme solcher Medikamente stark eingedämmt und sogar gestoppt werden kann!

Wie das geht, erfährst du jetzt.

Natürliche Entzündungshemmer in Lebensmittel

Heute erweitern wie deinen Wortschatz um einen neuen Begriff: Resveratrol.

Wie Antioxidantien, zu denen wir im Verlauf auch eingehen werden, hat sich Resveratrol zu einem neuen beliebten Thema in der Forschung, vor allem aber in der Anti-Aging Gemeinde einen Platz erschlichen.

Anhand einer Zusammenfassung, die in einem interessanten Artikel über Resveratrol zu finden sind, soll dir ein wenig mehr darüber erklärt werden.

Danach wird es gemütlicher, indem du erfährst, wo dieses Resveratrol zu finden ist.

Resveratrol: Das neue Super-Elixier?

Bisherige Tests an Tieren haben ergeben, dass Resveratrol die Lebensspanne verlängert. Bei Menschen mit Übergewicht haben sich folgende Ergebnisse durch eine tägliche Einnahme von Resveratrol gezeigt:

Der Blutdruck senkte sich, die Fettverbrennung wird angeregt und der Blutzuckerspiegel regulierte sich (was sich ansonsten zu Typ-2 Diabetes entwickeln kann). Wie wir wissen, können auf Typ-2 Diabetes weitere ernst zunehmende Krankheiten auftreten, wobei Nierenprobleme und Gefäßverkalkung nur zwei von vielen sind.

Es sei zu vermerken, dass bisher wenige Tests an Menschen durchgeführt wurden, um die Auswirkung von Resveratrol auf den Gewichtsverlust belegen.

In diesem Beitrag geht es aber vorrangig um Entzündungen und dabei ist herausgefunden worden, dass die Einnahme von Resveratrol Schmerzen lindern kann! Eher gesagt, werden Entzündungen gehemmt, die in Verdacht stehen für Herz-Kreislaufprobleme verantwortlich zu sein.

Und auch, wenn Resveratrol erst seit einigen Jahren Forschungsthema ist, so war es schon immer vorhanden. Und zwar in Lebensmitteln, die wir alle kennen und lieben.

Wo kommt Resveratrol vor?

Auf Lebensmittel kannst du gerne zurückgreifen um dich gut mit Resveratrol zu versorgen. Resveratrol nimmst du über diese Nahrungsmittel auf:

  • Trauben (v.a. Rote Trauben)
  • Himbeeren
  • Maulbeeren
  • Heidelbeeren
  • Kakao
  • Erdnüsse

Auch wenn ich dich nicht kenne, so bin ich überzeugt, dass mindestens 1 Lebensmittel dabei ist, welches du gerne hast. Und wenn du etwas gerne hast, dann isst du es auch gerne.

Bestimmt hat dich die Schokolade überzeugt, oder?

Achtung: Auch in Rotwein ist Resveratrol enthalten. Da Alkohol aber in einer gesunde Lebensweise nur als ungern gesehener Gast auftauchen sollte, ist vom Konsum als Medizin abzuraten. Die negativen Wirkungen von Rotwein – und Alkohol generell – lassen die positiven Effekte weit in den Hintergrund treten.


Rheuma heilen

Eine anti-entzündliche Ernährung ist dein Ding und dieser Text reicht dir nicht?

In der Rheuma Schule lernst du mit vielen Tipps und Extras, wie du deine nervige rheumatische Erkrankung wie ein Held entgegen treten kannst…


Antioxidantien: Die allseits Bekannten

Antioxidantien sind überwiegend mit der Anti-Aging Ernährung in Verbindung gebracht worden. Und dass auch zu Recht.

Antioxidantien sorgen dafür, dass freie Radikale abgefangen werden. Freie Radikale stehen stark in Verdacht den Alterungsprozess und beschleunigen. Sie sind aber auch dafür bekannt, Entzündungen zu begünstigen. Und da auf Entzündungen oft auch Schmerzen folgen, sollten sie täglich bei dir zu finden sein.

Dass Antioxidantien überwiegend aus frischem Obst und Gemüse zu holen sind, weißt du bereits. Falls nicht, dann lies dir diesen Artikel durch, der sich mit einer entzündungshemmenden Ernährung bei Rheuma auseinandersetzt.



Wenn du gezielt auf natürliche Entzündungshemmer setzen willst, sei es krankheitsbedingt oder weil du eine Erkältung vorbeugen willst, dann lohnt sich die Einnahme von besonderen Lebensmittel, die problemlos täglich eingenommen werden können:

  • Knoblauch
  • Zwiebeln
  • Zimt
  • Honig
  • Nelken
  • Grüner Tee
  • Zitronen
  • Hagebutten
  • Ingwer
  • Kurkuma

Auch hier sind bestimmt einige Lieblinge dabei, die du zum Essen gern hast. Brauchst du einige Anregungen, wie du täglich etwas davon hast?

Honig in der Kombination mit Zimt kannst du dir als Paste zubereiten und 1-2 TL täglich einnehmen. Mit Zitronensaft kannst du dein Wasser aufpeppen und Grünen Tee kannst du ebenfalls problemlos täglich trinken.

Wichtig ist aber, wie bei allem anderen auch, die Regelmäßigkeit. Es reicht nicht, an einem Tag pro Woche eine Gesundheitskur zu machen, wenn du die restlichen Tage zu locker angehst.

Die Wunderkombination…

Du erhältst jetzt einen Tipp – oder den Tipp – der sehr leicht umzusetzen ist.

Nimm jeden Tag 1-2 Msp. folgender Gewürzmischung zu gleichen Teilen ein (entweder pur oder in Joghurt verrührt):

  • Kreuzkümmel
  • Muskatnuss
  • Koriander

Nicht nur ich, sondern auch ein älterer Herr den ich kenne und ebenfalls an Entzündungen in den Gelenken leidet, konnte schon nach einer Woche deutliche Verbesserungen spüren.

Du kannst dir die einzelnen Gewürze je zu gleichen Teilen gut vermischt in ein Glas etc. füllen. So machst du dir nur 1 Mal „Arbeit“ und profitierst mehrere Tage/Wochen von der Menge.

Das Tolle ist, dass du diese Medizin ganz einfach selber herstellen kannst. Es gibt zwar auch Pillen mit den selben Wirkstoffen, aber diese sind im Preis-Leistungsverhältnis überteuert. Und bei dieser Gewürzmischung kannst du die Menge stets variieren.

Wenn du z.B. irgendwann weniger entzündliche Schmerzen verspürst, dann kannst du auch mal ein paar Tage auf natürliche Entzündungshemmer verzichten.

Weitere natürliche Entzündungshemmer

Bis eben ging es nur um natürliche Entzündungshemmer, die in Lebensmittel vorkommen. Lebensmittel bieten die einfachste Möglichkeit, natürliche Entzündungshemmer zu konsumieren.

Daneben gibt es aber auch noch Ätherische Öle und Räucherwerk.

In Drogeriemärkten findest du viele Gels und Cremes, die Kampfer enthalten. Diese trägst du gezielt auf entzündete Körperpartien auf und lässt sie einwirken. Dabei musst du nicht nu teuren Produkten greifen. Die Eigenmarken sind in der Regel sehr gut zu empfehlen.

Daneben ist Weihrauch ein sehr guter natürlicher Entzündungshemmer. Es gibt 3 Möglichkeiten, wie du von der entzündungshemmenden Wirkung von Weihrauch profitieren kannst.

Natürliche Entzündungshemmer Weihrauch
Weihrauch duftet nicht nur herrlich, sondern kann auch Entzündungen hemmen, Foto: Rheuma Deern
  1. Du nimmst Weihrauch über die Lunge ein. Dafür verbrennst du ganz klassisch etwas Weihrauch entweder in einer dafür speziellen Schale oder elektronischen „kleinen „Grill“
  2. Du nimmst Weihrauch über Cremes/Balsam/Gel auf
  3. Du kannst Weihrauch essen! Vor allem Rheumatiker sollten dies versuchen und sich auf einen interessanten Geschmack gefasst machen. Die Konsistenz ist dabei zunächst ein wenig hart, ändert sich aber durch das Kauen und Lutschen im Mund. Am Ende wird es in deinem Mund komplett aufgelöst sein

Wenn du überwiegend Weihrauch gegen Entzündungen einsetzen willst, dann ist wieder einmal die Regelmäßigkeit entscheidend. Selbstverständlich musst du den Duft auch mögen. Niemand wird zu irgendetwas gezwungen.

Scharfes Ding

Willst du richtig „fühlen“, dass du einen natürlichen Entzündungshemmer konsumierst? Dieser Tipp ist für die Harten von euch:

  • Koche dir 1 starken Hagebutten Tee (2 Beutel pro Tasse)
  • Rühre 1/2 TL Ingwerpulver unter

Eine Vorwarnung: Dein Rachen wird sofort warm/heiß, sobald du den Tee trinkst, und dir überkommt ein schöner Schauer und du wirst lustig…

Selbstverständlich musst du nicht sofort soviel Ingwer einrühren. Nimm zunächst 1 kleine Prise, sodass du die Schärfe gut vertragen kannst. So fällt es dir auch leichter diesen Tee über Tage hinweg zu trinken, wenn du gesundheitlich gegen Entzündungen vorgehen willst.


Abschließendes zu natürlichen Entzündungshemmer

Natürliche Entzündungshemmer helfen vor allem, wenn du nicht an chronischen Entzündungen leidest. Bei chronischen Entzündungen hingegen solltest du unter Absprache mit deinem Arzt auch auf dich abgestimmte Medikamente zurückgreifen und daneben auf diese natürlichen Entzündungshemmer zurückgreifen.

Ich selbst konnte so nicht nur meine Medikamenten-Dosis sehr stark reduzieren, sondern muss nur noch alle 8 Wochen eine Spritze nehmen.

Versuch es auch mal! Natürlich nicht alles. Probiere einige Mittel aus und bleibe bei ein oder zwei hängen, die du regelmäßig nehmen könntest.

Ich hoffe, dass du durch diesen Artikel weitere Möglichkeiten gefunden hast, die ohne Chemie auskommen.

Bleib gesund!


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Oder du forderst ein persönliches Programm an.


Quellen zu Resveratrol:

Resveratrol: Das Rotwein Molekül

Studie zu Resveratrol bei Entzündungen

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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2 Antworten

  1. Lebiosso sagt:

    Eine sehr gute Übersicht das Ausmaß bestehender Entzündungen zu lindern.

    Zusätzlich würde ich mehr Omega 3 reiche Lebensmittel essen und weniger Omega 6 reiche Lebensmittel.

    • Rheuma Deern sagt:

      Danke dir! Ich hoffe, dass diese Übersicht erstmal ausreicht und sich jeder 1-2 Tipps aussuchen kann.
      Dass mit den Omega-6 Fettsäuren stimmt auch!
      Omega-6 Fettsäuren nehmen die meisten unbewusst in höherer Menge auf, als Omega-3 Fettsäuren, weil diese in den meisten Nahrungsmitteln eher vorkommen. Blöderweise sind Omega-6 Fettsäuren auch wichtig für das Immunsystem und den Heilungsprozess des Körpers.
      Über Omega-3 Fettsäuren habe ich auch schon einen netten Beitrag verfasst…

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