Die richtige Rheuma Ernährung in all ihrer Pracht und Vielfalt

Die richtige Rheuma Ernährung hilft dir gegen Schmerzen, beugt altersbedingte Krankheiten vor und ist unabdingbar für deinen Heilungsprozess.

Dieser erste Satz hat den Grundgedanken dieses netten Beitrags schon sehr gut zusammengefasst. Und weißt du was?

Nicht nur Menschen, die an Rheuma oder anderen chronischen Erkrankungen leiden, profitieren von einer anti-entzündlichen Ernährung. Aber dazu später mehr.

Es ist daher für jedermann nicht uninteressant, einen Blick in die richtige Rheuma Ernährung zu werfen. Und bevor du an Verzicht auf ganzer Linie denkst, dann lass mich dir vorab eine Entwarnung geben:

Die Rheuma Ernährung ist reichhaltiger, als du denkst!

Am Ende hast du die Möglichkeit, eine PDF-Datei mit den Lebensmitteln als kleines Dankeschön herunterzuladen. Aber erst wird gelesen.

Auf was kommt es bei der Rheuma Ernährung an?

Ob nun Zöliakie, Diabetes, Übergewicht oder Hashimoto: Jede Krankheit hat ihre Besonderheiten und mag bestimmte Lebensmittel mehr als andere.

Rheuma Ernährung
Beeren sind eine der Quellen für Anitoxidantien und schmecken einfach herrlich. Foto: Mandy Fontana, über: isorepublic.com

So natürlich auch Rheuma.

Die Rheuma Ernährung zielt darauf ab, Entzündungen zu stoppen und die Gelenke zu nähren. Das ist die wichtigste und grundlegendste Basis deiner Rheuma Therapie, an die du dich halten musst, wenn du wirklich Besserungen spüren willst.

Und ich denke, dass du das willst, weshalb du diesem Punkt ein wenig Aufmerksamkeit schenken solltest.

Entzündungsfördernde Nahrungsmittel, die die so genannten Arachidonsäuren enthalten, musst du hingegen vermeiden oder stark beschränkt konsumieren.

Diese Lebensmittel, auf die wir gleich kommen, verstärken deine Entzündungen und begünstigen weitere Krankheiten.

Durch die falsche Ernährung leiden daher nicht nur Rheumatiker, sondern in langer Sicht auch vorerst Nichtbetroffene.

Warum?

Ob Rheuma oder nicht: Im Laufe des Lebens sammeln sich all die Schadstoffe im Körper und zeigen sich im Alter in Form von Unbeweglichkeit und Schmerzen.

Die Lebensmittel, die für Rheumatiker schlecht sind, sind generell für andere Krankheiten mitverantwortlich. Um nur einige zu nennen:

Nahrung, die zu viel Arachidonsäre enthält und zu säurebildend ist, schadet den Gelenke im fortgeschrittenen Alter und ist ein Risiko für weitere Erkrankungen (z.B. Gicht).

Kommen wir nun zu den Tatsachen…

Was ist problematisch?

Alle Nahrungsmittel, die zu viel Arachidonsäure enthalten, sind pures Gift für die Gesundheit. Dazu zählen:

  • Fleisch, vor allem Schweinefleisch
  • Speck
  • Wurstwaren
  • Fetthaltige Milchprodukte
  • Eier
  • Butter
  • Süßwaren
  • Fettige Speisen
  • Fertigprodukte
  • Distelöl, Sonnenblumenöl und Maiskeimöl

Vielleicht hast du bei einigen dieser Lebensmittel innerlich geschluchzt, aber so sieht es leider aus.

Wer bislang den Großteil seiner Ernährung über diese Nahrung gedeckt hat, sollte sich überlegen eine Ernährungsumstellung zu machen.

Am einfachsten gelingt dies, wenn du oben genanntes erstens nur noch sehr sparsam konsumierst, bis du sie ganz weglässt.

Es kann auch sein, dass du nicht auf alle Lebensmittel, die du auslassen solltest, mit Rheuma Schüben reagierst.

Ein Beispiel: Wusstest du, dass einige Rheumatiker keine Nachtschattengewächse vertragen können? Bei Tomaten, Zucchini oder Auberginen müssen diese leider passen.

Und obwohl ich auch Rheumatikerin bin, kann ich dieses Gemüse kiloweise essen ohne davon betroffen zu werden. Und auch ab und zu ein Ei ist völlig in Ordnung.

Bei Fleisch sieht es aber anders aus. Auch für dich.

Fleisch und verarbeitete Fleischwaren, Innereien und tierische Fette haben mit Abstand die meisten Arachidonsäuren und begünstigen nachweislich Entzündungen.

Aber von heute auf morgen gleich zum Vegetarier werden? Muss nicht sein.

Du schaffst die Umstellung leicht, wenn du nur noch 20% (für den Anfang) am Tag davon zu dir nimmst und mit „erlaubten“ Lebensmitteln kombinierst.

Und wenn du dir die Alternativen anschaust, dann bleibt dir die Freude auf die neue Ernährung erhalten.


Lerne in der Rheuma Schule, wie du leicht deine Krankheit bekämpfen kannst. Von Rheumatikern für Rheumatiker. Fange noch heute an!


Was solltest du essen?

Die Palette, die dir zur Verfügung steht ist riesig! Die meisten Lebensmittel werden dir ehe gefallen, da du sie wahrscheinlich schon jetzt täglich konsumierst.

Und wenn nicht, dann hilft dir die Rheuma Schule weiter.

Der Hauptteil sollte aus Gemüse, Fisch, Eiweiß aus Hülsenfrüchten und Nüssen und hochwertigen pflanzlichen Fetten bestehen. Abhilfe bietet dir diese nette und übersichtliche Tabelle: 

Getreideprodukte (höchstens 2 Handvoll pro Tag)Vollkornprodukte (Vollkornreis, Vollkornnudeln), Haferflocken

Besser nicht:
Süße und pikante Backwaren, polierter Reis, Weißmehlprodukte
Obst (1-2 Handvoll)Zuckerarmes Obst wie Beeren, Äpfel, in Maßen: Kiwis, Mangos, Bananen, Trauben etc.

Besser nicht:
Trockenobst nur in Maßen, kandierte Früchte
Eier und Milchprodukte2 Eier pro Woche (wer schon an Rheuma leidet), fettarme Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Buttermilch, Hartkäse, Feta, in Maßen: saure Sahne, Schmand

Besser nicht:
Fettreiche Milchprodukte, Fruchtquarkspeisen, Fruchtjoghurts, süße Milchprodukte, Kakao
Gemüse (mindestens 3 Handvoll)Alle Gemüsesorten, vor allem Grünes wie Kohl, Spinat, Radieschen, Karotten, Paprika, Mangold (bittere) Salate etc.
Süßes und Knabbereienmindestens 70% Bitterschokolade, ungesalzene Nüsse

Besser nicht:
Süßigkeiten, Chip, gesalzene Nüsse, Eis, Salzgebäck
FetteLeinöl, Olivenöl, Hanföl, Walnussöl, Kokosöl (zum Braten), ungesalzene Nüsse

Besser nicht:
Schweineschmalz, Sonnenblumenöl, Distelöl, Erdnüsse
Fisch (mindestens 2 Portionen pro Woche)Fetter Fisch wie Makrele, Lachs, Hering, Scholle, Forelle etc.

Besser nicht:
Fisch in Panade oder Sahne eingelegt
Fleisch (höchstens 1-2 Portionen á 100 Gramm)Putenbrust, Hähnchen, in Maßen: Wild, mageres Rindfleisch

Besser nicht:
Alle anderen Fleischsorten, alles vom Schwein, paniertes Fleisch, Wurstwaren

In Nüssen, Grüner Tee, Vollkorn, Linsen und Cashewkernen befinden sich wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Kupfer und Seelen. Diese fehlen bei einigen Rheumatikern. Falls du auch dazu gehörst, dann achte auf eine tägliche Aufnahme dieser Produkte.

Auf die Würze kommt es an

Diese leckeren Nahrungsmittel kombinierst du am besten mit den richtigen Gewürzen und Kräutern. Hier ist eine Auswahl, die deinem Essen nicht nur das gewisse Etwas verleiht, sondern auch noch deine Gesundheit stärkt und Schmerzen lindert:

Für die richtige Rheuma Ernährung ist Knoblauch ein Muss
Knoblauch liefert wichtige Stoffe, die Schmerzen lindern. Foto: stevepb, über Pixabay
  • Alle Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Minze, Basilikum, Löwenzahn, Brennnessel, Koriander
  • Knoblauch, Kurkuma, Pfeffer, Ingwer, Chili
  • Zimt, Anis, Nelken, Vanille

Trinke dich gesund

Die richtige Rheuma Ernährung beinhaltet auch die richtigen Getränke. Dass sich Grüner Tee bei Entzündungen wirksam gezeigt hat, ist schon ein alter Hut. Dies liegt unter anderen an den Antioxidantien, die im Tee enthalten sind und freie Radikale auffangen, die Entzündungen fördern.

Chinesische Wissenschaftler fanden in einer Langzeitstudie heraus, dass bereits 3-4 Tassen pro Woche das Risiko bestimmter Krebsarten verringert. Selbes haben sie auch bei Schwarz Tee feststellen können. Erfahre hier mehr über die besten Getränke für die Gesundheit…

Wie sieht es mit Kaffee aus?

Ach ja, der gute Kaffee!

An Getränken, die tagtäglich konsumiert werden, rangiert Kaffee ganz weit oben. Viele trinken ihn täglich und starten ihren Tag damit. Dabei ist Kaffee noch weit mehr als ein wohlschmeckendes Heißgetränk. Auch gesundheitlich punktet er mit einigen Eigenschaften, die bei Entzündungen helfen. 

Also auch für dich.

die richtige Rheuma Ernährung beinhaltet auch Kaffee
Das im Kaffee enthaltene Koffein blockt Entzündungsförder im Körper. Foto: Jason Wong, über: Isorepublic

Bist du verwundert? Kaffee bei Entzündungen? Heißt es nicht, dass man bei Rheuma und Gicht auf Kaffee verzichten muss?

Doch es gibt Entwarnung!

Die Universität Georgia fand in einer Studie heraus, dass schon 2 Tassen Kaffee dazu beitragen Schmerzen zu verringern, was an dem im Kaffee enthaltenem Koffein liegt. Dieser ist auch im Grünen Tee enthalten.

Koffein blockiert Rezeptoren für das so genannte Adenosin, welches im Körper eine Funktion bei Entzündungsprozessen spielt. Neben dem Koffein steckt in Kaffeebohnen auch noch einiges an Antioxidantien, die ebenfalls schmerz- und entzündungshemmend sind.

Was muss beachtet werden?

Wer ein passionierter Kaffeetrinker ist, darf maximal 3 Tassen (Kaffeetassen, nicht die 0,5 Becher!) trinken. Dennoch sollten einige Espresso bevorzugen (höchstens 4 Tassen täglich). Vor allem Rheumatiker und alle, die an Entzündungen leiden.

Warum?

Verglichen zum Filterkaffee sorgt die spezielle Röstung der Espressobohnen dafür, dass der Säuregehalt abnimmt und dafür andere Aromen in den Vordergrund gerückt werden.

Ein zu hoher Säuregehalt wirkt sich negativ auf Patienten mit Rheuma aus, weshalb auch andere säurehaltigen Lebensmittel nur einen kleinen Teil in der Ernährung ausmachen sollten.

Bemerkung: Eine Tasse Espresso enthält ca. 70-100 Milligramm

Dennoch: Allgemein wirkt sich zu viel Kaffee negativ aus. Dabei ist auch egal, ob du an Rheuma leidest oder nicht. Eine tägliche Koffeinmenge von unter 400 Milligramm sollte eingehalten werden, um keine negativen Auswirkungen zu verspüren.

Dazu zählen etwa

  • innere Unruhe und Nervosität
  • Herzrasen
  • Magenprobleme
  • Migräne und Kopfschmerzen

Weitere Eigenschaften

Außer der entzündungshemmenden Eigenschaft die Kaffee/Espresso auf den Körper hat, gibt es noch weitere Vorteile:

  • Das im Kaffee enthaltene Koffein kurbelt den Kreislauf an. So bist du konzentrierter, weniger Müde. Und dass noch einige Stunden nach dem Konsum!
  • Wer unter einen empfindlichen Magen leidet sollte Espresso trinken. Weil dieser nur kurz mit heißem Wasser in Berührung kommt, werden weniger Gerb- und Bitterstoffe gebildet
  • Kaffee wirkt wie ein Dopingmittel. Trinke ihn vor einer Sporteinheit und du wirst nicht nur mehr Energie haben, sondern regst auch die Fettverbrennung an

Ganz nebenbei duftet guter Kaffee herrlich und verleiht dir gute Laune. Der leckere Geschmack tut sein weiteres.



Essensvorschläge

Abschließend bieten sich hier einige Essensvorschläge, die du probieren kannst. Falls du für die richtige Rheuma Ernährung ein wenig Inspiration brauchst, kannst du auch diesen Beitrag in Betracht ziehen.

Frühstück

  • Magerquark mit Leinöl glatt verrührt, Beeren, Zimt, etwas Honig und 1 Handvoll Nüsse
  • 1-2 Scheiben Vollkornbrot mit Avocado und Pfeffer
    • mit Senf und Lachs
    • 1 pochiertes Ei mit Pfeffer und Kräutern
    • Frischkäse mit Tomaten/Gurken/Radieschen
  • Rheuma Müsli => Erfahre hier mehr über Milchprodukte bei Rheuma

Mittag

  • Gemüsepfanne mit Reis
  • Vollkornnudeln mit Tomatensauce
  • Kartoffeln mit Kräuter-Quark und Leinöl

Abends

  • Gemüsesuppe, Linsensuppe
  • gedünstetes Gemüse mit Fisch
  • Gemüse Omelett

Letzte Worte

Auch wenn du nicht an Rheuma leidest, so bist du hoffentlich auf den Geschmack dieser Ernährung gekommen. Die Ernährung zeichnet sich durch die entzündungshemmenden Eigenschaften aus und bieten eine Vielfalt an „erlaubten“ Lebensmitteln.

Auch die Rheuma Schule hat der Ernährung einen besonderen Platz gewidmet. Mit vielen Geheimtipps rund um die Rheuma Heilung kannst du dein Leben wieder selbst in die Hand nehmen.

Die Ernährung ist in langer Sicht auch für Menschen ideal, die auch im Alter genauso aktiv sein wollen wie sie es vielleicht jetzt schon sind. Daher ist die richtige Rheuma Ernährung für viele nicht-Erkrankte ein Versuch wert.

Diese Ernährung ist reich an Antioxidantien, Vitaminen, Bitterstoffen, Ballaststoffen und gesunden Fetten, die allesamt unabdingbar für einen gesunden Körper sind. Jetzt und auch später im Alter.

Lade dir hier eine Übersicht der Lebensmittel kostenlos herunter:


Du möchtest ein persönliches Programm haben, mit dem du deine Leiden mildern kannst? Die Rheuma Schule reicht dir nicht? Oder du leidest auch noch an Übergewicht und weißt nicht, wie du schmerzfrei abnehmen kannst?

Ich wusste früher auch nicht, wie ich das schaffen soll. Jetzt weiß ich wie und helfe dir gerne dabei!

Schaue dir hier meine Angebote an, schreib mir eine E-Mail und wir finden eine Lösung.

Alles Gute und gutes Gelingen.


Infos zum Kaffee und der Studie entnommen aus: Landidee, Nr. 5, Ismaning 2019, S. 132

Rheuma Deern
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Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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