Rheuma Symptome: Diese Schmerzen und Alltagshürden kennt jeder

Rheuma, die „alte Leute Krankheit“, hat verschiedene Symptome. Oft, aber nicht immer, fängt es mit leichten Schmerzen in den Händen und Füßen an, die du andern schwer erklären kannst. Du kannst dieses Schmerzen einfach schwer zuordnen.

Hast du etwas falls angefasst oder gehoben? Bist du mit dem Fuß falsch aufgetreten?

Ach, dass geht vorbei. Und dann gehst du doch zum Arzt, weil diese Schmerzen nicht nur nicht verschwinden, sondern sich auch leicht verstärken und ausbreiten. Deine Gelenke werden warm und irgendwie kannst du deine Kaffeetasse nicht mehr richtig halten.

Eventuell hast du Glück, und dein Arzt diagnostiziert nach einer Blutabnahme sofort Entzündungen, die auf Rheuma schließen.

Rheuma, seine Symptome, Schmerzen und wie sie deinen Alltag bestimmen. Darum geht es hier und heute. Hier ist ein Beispiel, wie so ein Tag im Leben eines Rheumatikers mit Schüben bzw. kontinuierlichen Schmerzen aussehen kann.

Eine kleine Überraschung erwartet dich am Ende des Textes. Hier wird ein Versuch gewagt zu erklären, wie sich Rheuma Schmerzen anfühlen…

Rheuma Symptome und Schmerzen
Rheuma Symptome und Schmerzen können anderen nur schwer erklärt werden, Foto: GDJ, über: Pixabay

Rheuma Symptome am Morgen

Die Nacht war wieder lang. Der Schlaf war mies und unruhig, haben dich die Bewegungen in der Nacht doch jedes Mal geweckt, weil sie Schmerzen verursacht haben.

Zuerst bleibst du liegen, wie jeden Morgen. Kleine Bewegungen verraten dir, wo sich der Schmerz besonders bemerkbar macht. Entsprechend musst du planen.

Wie stehe ich am besten auf? Mit Schwung oder langsamen Bewegungen?

Sind es die Knie oder die Hände, auf die du achten musst?

Wie spät ist es? Langsam muss ich aufstehen.

Du entscheidest dich einmal mit Schwung aufzustehen. Dafür atmest du einmal langsam ein, damit die Erschütterungen die Schmerzen nicht wachrütteln, und hebst dich beim Ausatmen und unter Schmerzen hoch.

Mit den Füßen am Boden hältst du kurz inne, um die Schmerzen weg zu atmen. Hat bisher oft geholfen. Dann machst du langsam deinen Rücken gerade.

Dann folgt deine Routine.

Da deine Gelenke besonders am Morgen sehr steif und von Schmerzen durchzogen sind, machst du dein Bett, indem du Decke und Kissen zwischen den Fingern klemmst. Sie zu krümmen geht nicht.

Der erste Toilettengang bietet dir die nächste Hürde, weil du dir mehr Zeit lassen musst. Das Papier muss immerhin an seinen Bestimmungsort gelangen und du musst sauber sein.

Dass heißt: Gedanklich auf die Schmerzen vorbereiten und einfach nur hinter dich bringen.

Um wieder aufzustehen atmest du wieder ein, um dann beim Ausatmen die schmerzenden Knie durchdrücken zu können.

Die Hände wäschst du dir mit Bedacht. Ganz sanft verteilst du die Seife auf den nassen Händen. Die Hände tupfst du trocken.

Die Kaffeetasse hältst du schon lange nicht mehr am Henkel, da du deine Finger nicht mehr krümmen, geschweige denn eine Faust machen kannst. Ein Brot mit Butter bestreichen, die nächste Hürde. Aber geübt wie du bist klemmst du das Messer zwischen den Fingern, sodass du deine Finger wieder nicht zu krümmen brauchst.

Jetzt ziehst du dich für die Arbeit an.

Ähnlich wie bei der Bettwäsche klemmst du die Klamotten zwischen den Fingern fest und streifst sie fast schon meditativ über deinen Körper.

Sobald du dein Heim verlassen hast, geht es weiter! Aber da du schon geübt bist, nutzt du einige Tipps und Tricks, die dich ein wenig leichter durch den Alltag bringen.

Der Weg zur Arbeit

Weil du das Lenkrad nicht mehr richtighalten und keinen Druck auf die Pedalen ausüben kannst, hast du dich schon vor langer Zeit entschieden, nicht mehr mit dem Auto zu fahren.

Zum Glück gibt es den Öffentlichen Nahverkehr.

In der Bahn siehst du dich um. Wieder kein Sitzplatz.

Zum Glück, magst du denken, sonst müsste ich wieder mit einem schmerzhaften Ruck aufstehen.

Andererseits musst du jetzt mehrere Haltestellen lang stehen, wobei sich Schmerzen in den Füßen und Knien ausbreiten.

An deiner Zielhaltestelle kommt eine weitere Hürde: Die Treppen.

Du gehst mit den anderen Fahrgästen die Treppe runter, wobei hinter dir einige Menschen sind. Und die hetzen dich nach unten.

Woher sollen sie wissen, dass deine Knie einrasten und du bei jedem Auftritt Schmerzen spürst, die sich wie heftige Wellen im ganzen Körper ausbreiten? Bis du unten angekommen bist, hältst du die Luft an. Dass macht es erträglicher.

Unten angekommen gehst du zur Seite, damit die Leute hinter dir an dir vorbei können. Die Zeit nutzt du, um wieder zu Kräften zu kommen.

Immerhin bist du bald auf der Arbeit. Dann kannst du dich kurz ausruhen und eventuell eine Schmerztablette einnehmen.

Aber du musst erstmal dort ankommen. Und jeder Schritt, den du voller Konzentration tätigst, lässt dir keinen Platz für Gedanken.

Stattdessen fühlst du, wie die Vibrationen deiner Schritte durch deinen Körper schwimmen und die Schmerzen gleichmäßig auf deinen Körper verteilen.

Ah, deine Arbeitsstelle ist erreicht!

Rheuma Symptome: Der Klassiker in den Fingern

Nachdem du dich behutsam von deiner Jacke befreit hast und deinen Stuhl zurecht gerückt hast, kannst du dich endlich hinsetzen.

Zum Glück ist das Polster weich.

Du streckst die Beine aus und seufzt auf, als der Schmerz langsam von den Knien aus zu den Füßen verläuft.

Bis zur Pause wirst du noch häufiger ständige pochende Schmerzen in den Knien vermerken dürfen. Aber dafür sind die Füße erstmal schmerzfrei.

Die leichten Bewegungen auf der Tastatur deines Computers helfen ein wenig die Steifheit, die du bis dahin hattest, zu lindern. Die Schmerzen werden weniger.

Bis zur Pause warst du von der Arbeit abgelenkt, sodass du die Schmerzen in den Gelenken nur dann wahr nimmst, wenn du dich schnell bewegst oder tief einatmest.

Die Schmerzen nimmst du als warme pochende Wellen wahr.

Allerdings rauben sie dir den ganzen Tag über deine Kraft und die Müdigkeit trägt dich durch den Tag. Du funktionierst nur noch.

Was genauso schlimm wie die Schmerzen ist? Unangebrachte Sprüche!

Wenn deine Schmerzen Gesprächsthema sind und du versucht dich zu erklären, folgen Klassiker, die nur wütend machen.

„Ach, stell´ dich nicht so an.“

„Schmerzen habe ich auch mal. Da muss man durch.“

„Nimm doch einfach ´ne Tablette.“

„Stell´ dich nicht wieder so an!“

„Dass ist alles eine Frage der Einstellung.“

„Glaub mir, ich kenne diese Schmerzen. Das geht vorbei.“

Frag doch einfach nicht, wenn du nicht helfen kannst, denkst du dir.

Selbstverständlich kennst du dich aus, denkst du sarkastisch.

Du kannst deinen Kater am Morgen doch nicht mit diesen Schmerzen vergleichen!

Du schweigst. Wie immer.

Der Tag neigst dich dem Ende

Der Tag hat dich wieder ausgelaugt. Völlig müde folgst du deiner Routine, lässt dir wie immer Zeit bei allem.

Schon lange fehlt dir sowohl die Freude als auch die Kraft, um nach der Arbeit noch sportlich aktiv zu sein. Freunde treffen? Spontan geht das nicht mehr. Einkäufe erledigst du auch nur, um nicht verhungern zu müssen.

Wenn die Medikamente nicht wären, die dich noch müder machen und mehr Gewicht auf deine Knochen gezaubert haben, wärst du aber zu gar nichts mehr fähig.

Nicht alles ist schlimm, beruhigst du dich.

Da du dich nämlich darauf konzentrierst so wenige Schmerzen wie möglich fühlen zu müssen, bist du generell konzentrierter, fühlst wie du eigentlich gehst und dich bewegst.

Denn Tag lässt du wie gewohnt ausklingen, gehst zu Bett und hoffst auf einen besseren Schlaf.

Rheuma Schmerzen und Symptome: Wie fühlt es sich an?

Jeder Rheumatiker hat seine eigenen Worte, wie er anderen Rheuma bedingte Schmerzen beschreiben soll. Dieser Alltag sollte ein wenig sensibilisieren, in der Hoffnung, anderen Rheuma Leiden nahe bringen zu können.

Wie fühlen sich also die Symptome und Schmerzen an? Mein Erklärungsversuch:

Die Rheuma Symptome habe ich als ein Gefühl zwischen weichen pochenden Schmerz wahrgenommen, der sich nicht erklären lies noch wirklich einschränkte.

Klassisch von den Finger und Fußgelenken ausgehend verbreiteten sie sich langsam aber stetig im ganzen Körper. Am Ende waren nur wenige Wirbel, die Schultern und Hüften erspart.

Besonders die Knie und die Finger wurden am Ende so steif und unbeweglich, dass fast alle Alltagsbewegungen eine reine Tortur waren.

Atmen war ebenfalls schmerzhaft. Ist das nicht übertrieben, magst du dich fragen?

Durch das Atmen bewegst du passiv ganz leicht deine Glieder, und diese Bewegungen lösen kleine Vibrationen aus, die dich ebenfalls wach halten.

Solltest du sofort zum Arzt, wenn du solche Symptome wahrnimmst?

Warte eine Woche ab und denke nach:

Hast du dich falsch bewegt? Ist es eine einfache Sehnenentzündung?

Wenn du dir deine Schmerzen nicht erklären kannst und nach einer Woche keine Besserungen spürst, dann gehe zum Arzt.

Denn wenn eine Rheuma Erkrankung schnell erkannt wird, können schnell Gegenmahnahmen vorgenommen werden, die weitere Schäden an deinen Gelenken stoppen können.

Und wie fühlen sich die Schmerzen an?

Stelle dir vor, du hast in ausnahmslos jedem Gelenk dutzende extrem kleine und spitze heiße Nadeln, die in jede Richtung zeigen.

Bei jeder Bewegung zieht sich der Schmerz durch den ganzen Körper.

Und je nachdem, wie weit die Gelenke beschädigt sind, die du bewegst, sind diese Schmerzen mal schwer zu ertragen bis (wörtlich genommen) atemraubend.

Wer nicht an chronischen Schmerzen leidet, wird vermutlich meinen, solche Menschen übertreiben.

Aber wer seinen Alltag kaum noch bewältigen kann, viele Berufswünsche und Hobbies nicht mehr ausüben kann, der übertreibt nicht.

Denn das sind Schmerzen, die man niemandem wünscht.

Alles Gute!


Ist es Rheuma? Die Seite der Deutschen Rheuma Liga liefert dir weitere Anhaltspunkte, die dir helfen können.

Da Rheuma bedingtes Übergewicht anders angegangen werden muss als konventionelle Diäten, habe ich ein Programm erstellt, welches dir helfen kann. Ansonsten erstelle ich dir nach einer Beratung ein eigenes Programm.

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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