(zuckerarmes) Obst: Wann du was essen solltest

Ohne Zweifel hat Obst einen festen Stand in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung. Die Vielfalt ist schier endlos und viele exotische Früchte kennen wir immer noch nicht. Obst ist reich an Vitaminen, schenkt ein schönes Hautbild und erfrischt an heißen Tagen. Da Obst aber nur einen Teil in einer ausgewogenen Ernährung ausmacht, sollte dein täglicher Konsum wie bei allem nicht zu hoch liegen. Erfahre hier, warum du in bestimmten Fällen zuckerarmes Obst vorziehen solltest, wie du damit schlank und gesund bleibst und wie viel ideal ist.

zuckerarmes Obst
Kirschen haben wenig Zucker und im Sommer Saison, Foto: Rheuma Deern

Wann solltest du (zuckerarmes) Obst bevorzugt essen?

Natürlich kannst du essen, was du willst. Wer jedoch ein bestimmtes (gesundheitliches) Ziel verfolgt – sei es abnehmen oder den Blutzuckerspiegel senken – der tut gut daran, einige Obstsorten zu bevorzugen.

Obst mit viel Zucker sorgt dafür, dass dein Blutzuckerspiegel schnell ansteigt. In einigen Fällen ist dies von Vorteil. Da der Zucker schnell verarbeitet wird, hast du in kurzer Zeit mehr Energie zur Verfügung.

Dies ist hilfreich, wenn du beispielsweise müde bist oder dich schlapp fühlst und wieder einen Energieschub benötigst, oder wenn du kurz davor bist, Sport zu treiben.

In solchen Fällen braucht dein Körper schnell Energie, der dir durch Obst mit mehr Zucker geliefert wird.

Wer allerdings abnehmen will oder an Diabetes leidet, sollte auf zuckerarmes Obst zurückgreifen. Da der Zucker, wie bereits gesagt, schneller zur Verfügung steht, hast du kurzweilig mehr Energie und bist erstmal gesättigt.

Aber genauso schnell wie du Energie bekommen hast, verlierst du sie auch wieder.

Vor allem Menschen, die bereits einen gestörten Stoffwechsel haben, verspüren hiernach wieder Hunger und essen mehr.

Was folgt, kennst du vielleicht:

Solches Obst hat durch den vielen Zucker auch mehr Kalorien, sodass du langsam aber stetig zunehmen kannst. Und du hast schnell wieder Hunger, isst wieder mehr (weil du Hunger hast) und so weiter und so fort.

In solchen Fällen und um evtl. ungesagten Hunger nicht erst entstehen zu lassen, lohnt sich also der Griff nach zuckerarmen Obst.

Eine Info, bevor du dich an die Liste machst: Für einen Erwachsenen ist eine Obergrenze an freien Zucker (nicht Fruchtzucker aus Obst) von 25 Gramm täglich gesetzt. Die allermeisten überschreiten diese Grenze.

(zuckerarmes) Obst: Eine Übersicht

Und wo steckt nun wie viel drin, und wie viel ist ideal? Zur letzten Frage kannst du auf deine Hand schauen und dir die Antwort selber geben.

Am Tag genügen 2 kleine Portionen Obst, wobei 1 Portion soviel ist, wie in dein Handteller passt. Das ist am Tag z.B. 1 Handvoll Beeren und 1 Apfel.

zuckerarmes Obst

Folgendes Obst hat pro 100 Gramm durchschnittlich unter 8 Gramm Zucker und einen hohen Wasseranteil, sodass du deinen Magen etwas füllen kannst.

  • Beeren
    • Johannisbeeren
    • Erdbeeren
    • Himbeeren
    • Brombeeren
    • Heidelbeeren
  • Zitronen
  • Grapefruit
  • Wassermelone
  • Kaktusfeigen
  • Aprikosen
  • Avocados

Kirschen, Orangen, Kiwis, Äpfel oder Orangen haben pro 100 Gramm unter 10 Gramm Zucker.

zuckerreiches Obst

Dieses Obst ist empfehlenswert, wenn du dich müde füllst und du schnell Energie brauchst.

  • Bananen
  • Mangos
  • Mandarinen
  • Trauben
  • Birnen
  • Pflaumen

Super Tipp: Wenn du zu Mittag gegessen hast, dann ist dein Blutzuckerspeicher wieder voll und du bist (im Idealfall) einige Stunden satt. Dies ist der gute Zeitpunkt, um oben genannte Obst mit etwas mehr Zucker zu essen.

Auch gut: Zum Frühstück hilft dir der Zucker in die Gänge zu kommen.

Bananen sind ideal, wenn du vorher Sport getrieben hast. Abgesehen davon, dass du wieder Energie kriegst, sorgt das Magnesium in der Banane dafür, dass deine Muskeln besser regenerieren.

Bist du ein Obstmuffel?

Da Obst, ob nun zuckerreich oder -arm, viele Vitamine hat, der Gesundheit gut tun und lecker ist, ist es nicht aus deiner Ernährung wegzudenken.

Auch füllt es den Magen, erfrischt im Sommer und wirkt sich positiv gegen Entzündungen aus. Allerdings isst nicht jeder Obst, ob nun gewollt oder nicht.

Damit du langsam wieder in den Genuss von Obst kommst, hilft dir eventuell folgender einfacher Trick:

Kaufe 1 Mal pro Woche verschiedenes Obst und stelle es dir sichtbar an einen Ort, an dem du ständig vorbeikommst (Äpfel lagerst du separat). Nehme dir nun vor, bis Ende der Woche alles aufgegessen zu haben.

Falls du dann immer noch zu wenig isst, dann füge deinem Essen 1 Stück Obst zu, z.B. in dein selbstgemachtes Müsli, oder nehme dir etwas zur Arbeit mit.

Dies sind alles einfache Methoden, mit denen du problemlos ein wenig mehr Vitamine einnimmst. Und dann brauchst du auch keine Vitamintabletten oder andere Ergänzungsmittel, die dich wieder wacher werden lassen.

Vielleicht beruhigt es auch dich zu erinnern, dass 2 Portionen am Tag genügen.

Falls du dabei bis abzunehmen, dann kannst du dich daran gewöhnen, Obst zu deiner Nascherei zu machen. Vom Fruchtzucker abgesehen liefern es dir, wie du weißt, Vitamine, macht satt und schön.

Alles Effekte, die du leider nicht von einem Stück Kuchen oder Chips etc. bekommst. Die machen dich krank.

Auch wenn es schmerzhaft ist, dies zuzugeben.

Glaube aber bloß nicht, dass du mehr Obst zu dir nimmst, indem zu Fruchtsäfte trinkst! Durch Säfte nimmst zu in konzentrierter Form jeder Menge Zucker zu dir, der dich früher oder später nicht nur krank macht, sondern auch noch einige Kilos auf die Waage zaubert, auch wenn du vermeintlich gesund isst.

Nicht wenige Menschen scheinen zu glauben, dass Getränke keine Energie liefern und deshalb getrunken werden können wie Wasser, aber dieser Irrglaube sollte endlich aus der Welt geschaffen werden.

Es gibt Getränke, die du unterstützend für eine gesunde Lebensweise trinken kannst, und unter denen sind auch einige Obstsäfte, aber diese sollten die Ausnahme sein und keinen festen Bestandteil deiner täglichen Ernährung ausmachen.

Wie sieht´s bei Krankheiten aus?

Natürlich spielt Obst nicht nur bei Diabetes oder Adipositas eine Rolle. Eine rheumatische Erkrankung gehört auch zum Kreis des Obst und Krankheiten Kreises.

Wer erträgliche Schmerzen hat oder sogar von ihnen befreit ist, der darf gerne ab und zu nach zuckerreichem Obst greifen. Aber auch hier gilt, dass es bei 2 Portionen am Tag bleiben und vorrangig Gemüse konsumiert werden sollte.

Zuckerarmes Obst liefert sehr viele Antioxidantien, die sich positiv gegen Entzündungen auswirken. Diese fangen freie Radikale auf, die u.a. für Entzündungsprozesse im Körper mitverantwortlich sind.

Des Weiteren hilft dir zuckerarmes Obst beim Abnehmen, welches ebenfalls günstig für Rheumatiker ist. Jede überflüssige Energie, die sich in Form von Fettablagerungen optisch zeigt, speichert quasi Stoffe in den Fettdepots, die Entzündungen begünstigen.

Lies hierzu den Beitrag, der den Zusammenhang von Entzündungen und Bauchfett darstellt.

Rheumatiker profitieren also von einer Ernährung mit wenig Zucker und vielen Antioxidantien. Ansonsten steht ihnen eine ganze Palette an leckeren Lebensmittel zur Verfügung. Erfahre hier, worauf es bei einer idealen Rheuma Ernährung ankommt, und warum auch nicht-Rheumatiker davon profitieren.


Rheuma heilen

Musst du auf Obst verzichten, wenn du an Rheuma leidest? Nö.

Welche kulinarischen Genüsse du dir weiterhin gönnen darfst, lernst du in der Rheuma Schule


Letzte Worte

Abschließend lässt sich sagen, dass es wie bei so vielem im Leben auf das richtige Maß ankommt. Zu viel ist nicht immer gut, zu wenig sollte es aber auch nicht sein.

Zudem hat jeder Mensch andere gesundheitliche Bedürfnisse, und jeder sollte wieder anfangen darauf zu achten, was der eigene Körper wirklich braucht.

Um beim Obst zu bleiben (denn darum geht es in diesem Beitrag) ist es nicht schlimm, sich an einem Tag gehen zu lassen oder auch mal gar kein Obst zu essen, wenn beides die Ausnahme und nicht die Regel ist.

Rheuma Deern

Als Berufsrheumatikerin habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, nicht nur meinen Leidensgenossen, sondern auch gemütlicher gebauten Menschen Hilfe zu geben, damit sie ihr Leben nicht nach einer Krankheit oder anderen Hindernissen richten. Ziel ist, dass sich die Krankheit dem Leben anpassen muss, nicht umgekehrt!

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